FdA Logo Freunde der Aachhöhle e.V.

Wir suchen den verlorenen Fluss.

Forschungsexpedition in das letzte große Rätsel Europas: Das unterirdische Donau-Aach-System.

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Über uns

Die Freunde der Aachhöhle e.V. (FdA) sind eine Gruppe engagierter Menschen, die sich ehrenamtlich der Erforschung und dem Schutz des faszinierenden Donau-Aach-Systems verschrieben haben. Als Höhlenforscher (Speläologen) dokumentieren wir die Geheimnisse dieser unterirdischen Welt und arbeiten eng mit wissenschaftlichen Instituten zusammen.

Unser Ziel ist es, die hydrogeologischen Wunder zu verstehen und ihr Potenzial zu heben.

Unsere Ziele:

  • Erforschung der Aachhöhle und der Karsterscheinungen.
  • Wissenschaftliche Dokumentation und Schutz.
  • Zusammenarbeit mit Behörden und Naturschutzgebieten.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Weitergabe von Wissen.
Jugendarbeit Nachwuchsförderung: Einblicke in die Höhlenwelt begeistern schon die Jüngsten.

Achtung: Alle beschriebenen Höhlen sind reine Forschungshöhlen und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich!

Das Donau-Aach-System

Ein hydrologisches Phänomen von internationaler Bedeutung: Die Donauversickerung. Ein Großteil der Donau verschwindet im kalkhaltigen Gestein, um nach einer unterirdischen Reise von über 12 Kilometern als stärkste Karstquelle Deutschlands, der Aachquelle, wieder ans Tageslicht zu treten.

Geologie Grafik Querschnitt des Donau-Aach-Systems
Markierungsversuche Grafik Das Einzugsgebiet der Aachquelle: Durch Färbeversuche nachgewiesen.
Fakten: Luftlinie ~12 km • Vertikales Potenzial ~200 m • Fließzeit im Schnitt 77 Stunden.
Profil Schwarze Donau Profilskizze der Schwarzen Donau und des Dolinenfelds (Stand: 2023)
Donau Versickerung Doline Doline Aachtopf Tone / Mergel (wasserdicht) Massenkalk Wasserhöhle Unentdeckte Hohlräume Schematische Darstellung des Höhlensystems
« Aus diesem geologischen Aufbau ergibt sich eine verheißungsvolle Schlussfolgerung: Wo das Wasser einst nagte und heute tief im Gestein fließt, müssen gewaltige, unentdeckte Höhlendome und lufterfüllte Labyrinthe größeren Ausmaßes verborgen sein. Ein echtes Echo der Dunkelheit wartet dort unten. »

Forschung unter der Oberfläche

Die Suche nach dem Neuland

Vom Niveau der Donauversickerung bis zum Austritt am Aachtopf warten rund 200 Höhenmeter vertikales Potenzial im Karst. Unser Team arbeitet an der Erschließung strategischer Zugangspunkte durch gezielte Grabungen in Dolinen.

Höhlenforschung bedeutet hier authentischen Einsatz unter realen Bedingungen. Wir dokumentieren die hydrologische Entwicklung und suchen nach lufterfüllten Labyrinth-Systemen, die seit Jahrmillionen auf ihre Entdeckung warten.

  • Wissenschaftliche Dokumentation von Karst-Strukturen
  • Analyse fossiler Fließwege und Geologie
  • Sicherung und Erschließung neuer Schächte
Vordringen ins Neuland Vorstoß ins Neuland: Dokumentation im Höhlengang
~200m
Vertikales Potenzial
12km
Unentdecktes System
NEULAND
Das Ziel vor Augen

Höhlentauchen

Vorstoß in unbekannte Tiefen

Da das Höhlensystem direkt hinter dem Aachtopf massiv unter Wasser steht, war die Erforschung lange Zeit unmöglich. Erst durch waghalsige Einsätze von Pioniertauchern konnten die ersten Unterwassergänge dokumentiert werden.

Höhlentaucher im Einsatz Spezialausrüstung: Höhlentaucher erkunden die wassergefüllten Siphone.

Schachtzugang (Trocken)

Um das System auch "trocken" zu erreichen, haben wir einen strategischen Zugangspunkt geschaffen. In 14 Jahren Grabungsarbeit gruben wir einen Schacht in der nördlichsten Doline des Dolinenfelds. In 100 Metern Tiefe stießen wir auf den Dolinensee.

Dolinenschacht Der Dolinenschacht: Zentimeterarbeit bis zum Durchbruch 2003.
Höhlenschmerle

Biologische Sensation

Neben der Geologie birgt das System noch ein weiteres Geheimnis: Hier lebt der nördlichste Höhlenfisch der Welt, die Höhlenschmerle. Ein faszinierender Beleg für die Anpassungsfähigkeit der Natur an die absolute Dunkelheit.

Mehr über die Höhlenschmerle erfahren →

Teil der Expedition werden

Wir suchen neugierige und verlässliche Mitstreiter für unser aktuelles Projekt Untergrund-Donau. Wir erschließen unentdecktes Neuland tief im Karst durch aktive Grabungen in Dolinen.

Direkt Kontakt aufnehmen
Teamarbeit

Verlässlichkeit

Die Arbeit unter Tage erfordert ein extrem hohes Maß an Kameradschaft und gegenseitigem Vertrauen.

Körperlicher Einsatz

Einsatz

Bei uns bist du kein Zuschauer, sondern aktiver Mitentdecker in teils anspruchsvollem und feuchtem Gelände.

Methoden

Methoden

Erlerne systematische Schachtsicherung, Vermessungstechnik und fachgerechte Grabungsdokumentation.

Bringst du den Pioniergeist mit?

Ein kleiner Test für angehende Forscher: Finde heraus, wie du unter Tage reagieren würdest.

Szenario 1 / 7

Du steckst bis zum Bauchnabel im nassen Lehm, es zieht wie Hecht, und der Stein vor dir bewegt sich seit 3 Stunden nicht. Deine Reaktion?

Ich frage nach dem Notausgang und einer Decke.
Ich nenne den Stein beim Namen und erkläre ihm, dass er heute noch verliert.

Szenario 2 / 7

Eine Spinne so groß wie ein Bierdeckel krabbelt über deinen Helm, während du in einer Engstelle feststeckst.

Panik! Ich brauche sofort Licht und Freiheit.
Interessant, ein Mitbewohner. Hoffentlich hilft sie beim Graben.

Szenario 3 / 7

Das 8 Grad kalte Wasser läuft langsam an deinem Nacken den Rücken runter.

Ich melde mich für heute ab.
Kostenlose Abkühlung – weiter geht’s.

Szenario 4 / 7

Du hörst in der Finsternis ein tiefes Grollen – das 'Wummern' des Donau-Aach-Systems.

Klingt gefährlich. Ich krieche lieber rückwärts.
Das ist die Musik, für die ich gekommen bin. Wo ist der Meißel?

Szenario 5 / 7

Nach 5 Stunden Grabung wartet die 'Monsterdusche' im Regenschacht auf dich (Eiswasser-Leiter).

Gibt es da drin keinen Fahrstuhl?
Endlich die Vorwäsche! Spart das Duschen daheim.

Szenario 6 / 7

150 Schlammeimer im Liegen schieben (Logistik-Dienst).

Eher mühsam. Wo bleibt das Abenteuer?
Jeder Eimer bringt uns näher. Bestes Ganzkörpertraining!

Szenario 7 / 7

Plopp! Dein Stiefel bleibt im Lehm stecken, Socke saugt sich voll.

Nasse Füße? Ich gehe zum Auto.
Socken werden überbewertet. Weiterbuddeln.